Namaste

Nepalreise

Mehr als drei Wochen konnten wir in Nepal leben und unsere gemeinsame Zeit mit Savithri und dem nepalesischen Team geniessen.

Wir können so stolz sein auf unsere nepalesischen Freunde, die mit Engagement, viel Liebe und Zuneigung den Kindern ein fröhliches und harmonisches Zuhause geben!

Der Monsun hörte in diesem Jahr gar nicht auf und bis Ende September gab es immer wieder heftige Schauer, die die Straßen unbefahrbar und jegliche Reisen sehr beschwerlich machten. So konzentrierten wir uns auf Besuche und Treffen innerhalb des Kathmandutales.

Inzwischen haben die höchsten Feiertage Nepals begonnen. Überall im Land wird Dashain gefeiert, das Fest, welches den Sieg des Guten über das Böse feiert!

Wir alle wünschen Euch HAPPY DASHAIN!

Dori und Thomas Rindle, Christa Würth, Till Redenz und Savithri Chettri

 

 

  


 
 

Welcome Tashi

Gleich einen Tag nach unserer Ankunft gingen wir in Boudha eine Mutter mit ihren Kindern besuchen. Sie sind Tamang und Buddhisten und stammen aus Sindupalchowk. Sie haben beim Erdbeben alles verloren, der Vater ist Tagelöhner und hat die Familie kurz nach dem Erdbeben verlassen. Die Mutter ist mit Tashi und dem 2jährigen Bruder nach Kathmandu gegangen und pendelt seitdem im Monatsrhythmus von einem Verwandten zum Nächsten.

Tashi ist sieben Jahre alt, kann nicht laufen, noch selbständig essen oder sprechen. Tashi versteht aber alles. Die ersten zwei Wochen bei uns waren sehr schwer für ihn und er hat eigentlich ständig geweint. Bobita, die Hausmutter kümmerte sich aber fast ausschliesslich um ihn. Schlief mit ihm in seinem Bett, trug ihn den ganzen Tag umher, so dass er sich ganz langsam an die neue Situation gewöhnen konnte. Inzwischen haben die Volontäre herausbekommen, dass er es liebt, zu malen und dann auch lacht!

  


 
 

Ranjit, Raj, Kaila, Ayush, Chabi und Kelly

Unsere Jungs. 

Ranjit oder Passa
Unser ältester Junge macht uns Sorgen. Er verliert seit Monaten immer mehr Gewicht. Da er so dünn ist, hat er viele Wunden vom Durchliegen und bekommt jeden Tag neue Verbände von Savithri. Sie ist diejenige, die einen ganz engen Kontakt zu Passa hat und auf die er sich am meisten einlässt. Vor ein paar Wochen haben die Ärzte sein Blut checken lassen, aber eigentlich gibt es keinen Anhaltspunkt. Er schwindet einfach.
Thomas, Fred und ich haben uns von ihm verabschiedet, wir glauben nicht, dass wir ihn nächstes Mal noch einmal sehen werden.

Raj
Unser Musiker. Fred hatte ihm eine Mundharmonika geschenkt, die trägt er mit sich rum und hat gerade in den ersten Tagen unglaublich hart geübt, da das Schließen seines Mundes die größte Herausforderung war. Aber am Liebsten trommelt er und ist einfach ein Talent!
Bei Raj wird uns deutlich, dass wir uns nun Gedanken machen müssen, wie die Zukunft von Jugendlichen in unserem Heim aussehen kann. Er braucht eine Aufgabe, die ihn tagsüber erfüllt und Struktur gibt.

Kaila
Weiterhin unser helles Kind, der wie ein junger Papagei alles nachplappert. Er ist richtig gewachsen und findet immer noch, dass Physiotherapie nicht nötig ist. Begrüßt jedesmal die Physiotherapeutin Alina mit "Bye"!

Ayush
Stumm, autistisch und einfach liebenswert. Es gibt keinen, der sich nicht in Ayush verliebt, außer vielleicht der Gärtner der Hauseigentümer, dem er erklären wollte (stumm und nur mit Handzeichen!), wie er denn den Garten zu bepflanzen hat und in welcher Reihenfolge!
Bei ihm ist die Herausforderung, was unsere Jungen später machen können, keine Frage. Er ist schon jetzt der Helfer der Hausmütter und von Jiten und Savithri. Bringt jeden Morgen die Solarlampen in die Sonne und holt sie bei Regen oder am Abend wieder rein (unaufgefordert). Hilft Savithri beim Verbände wechseln von Passa, bringt den Gästen, die sich verabschieden ihre Schuhe und schaut am liebsten Fred über die Schulter, wenn dieser mit dem Rechner und seinem Notizbuch arbeitet.

Chabi
Chabi hat sich in den letzten Monaten bei uns einfach immer mehr entfaltet. Am Anfang war er noch wie ein Neugeborenes, welches sich wie eine Kugel zusammenrollte. Nun wird er immer freier in seinen Bewegungen. Blind und stumm am Anfang, kann er zwar weiterhin nicht sehen, aber langsam, also erst in den letzten drei Wochen, beginnt er Laute zu entdecken und singt: ninini oder gagaga.
Seine Lieblingsbeschäftigung: Kuscheln, kuscheln und nochmal kuscheln und dazu ein Smartphone in der rechten Hand halten und Musik hören. Dazu tanzt er bei seinen "Lieblingsliedern und -stellen" mit den Füßen, indem er die Beine ganz ausstreckt und die Füße hin und herbewegt.

Kelly
Kelly heißt eigentlich Prajol. Aber da er Bananen liebt und Kelly in Nepali Kindersprache (so wie Banänchen) Banane heisst, wird er Kelly genannt.
Eigentlich soll er das Kind sein, welches nach Rehabilitation wieder zurück ins Dorf soll. Das wird er nie können. Er hat Epilepsie und hat durch seine früheren Anfälle schon viel Schaden erlitten, sowohl mental als auch körperlich, da er mehrfach ins Feuer gefallen ist.
Als ich ihn das erste Mal sah, kam er mir wie unnahbar vor. Wie in einer Glocke. Nach zwei Tagen dann nahm ich ihn mir einfach und setzte ihn auf meinem Schoß. Für drei Stunden. Schon am nächsten Tag, als er wieder bei mir auf dem Schoß saß und ich wieder "Hoppe Hoppe Reiter" mit ihm spielte, merkte ich, wie er langsam entspannte. Inzwischen zeigt er mehr und mehr, dass er die Körpernähe möchte und geht selbständig zu Julian, unseem neuen Volontär und setzt sich auf seinen Schoß. Das ist ein Riesenerfolg!

  







 
 

Besucht uns!

Wenn Ihr mit uns persönlich über Nepal sprechen oder noch mehr erfahren möchtet, könnt Ihr uns auf den folgenden Veranstaltungen besuchen:

 

Samstag, 08. Oktober 2016

Stand mit dem Eine-Welt-Stand

am evangelischen Gemeindehaus am Markt

44225 Dortmund-Hombruch

9:00-13:00

 

Samstag, 22. Oktober 2016

Tag der offenen Tür 

Werkstätten Gottessegen

(Gut Königsmühle)

Ellinghauser Str. 219

44359 Dortmund-Mengede

von 10:30-16:30

 

Schon vormerken:

Der Faire Weihnachtsmarkt auf dem Propsteihof

21. November bis 22. Dezember 2016

Propsteihof

44137 Dortmund-City

Montags bis samstags von 11:00-20:00

Sonntags von 12:00-20:00

  



 
 

Eure Hilfe kommt direkt an!

Dankt Euch für Eure Spende! 

 

Ganesh Nepalhilfe e.V.

IBAN:DE04 4405 0199 0091 0295 10

BIC: DORTDE33XXX

Verwendungszweck: Kinderheim, Name, Adresse

 

Die Adresse ist wichtig, damit wir Euch die Spendenbescheingungen zustellen können.

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www.facebook.com/ganeshnepalhilfe