Rückblick 2017

 

Liebe Freunde,

ein Jahr voll neuer Erfahrungen liegt hinter uns.

 

 

Dieses Jahr haben wir uns im Juni von Ranjit verabschieden müssen.

Ranjit, der uns im März 2014 als erster Junge in unser neu gegründetes Kinderheim gebracht wurde.

Den die Anderen "Dai" nannten, großer Bruder.

Es war für uns bewegend, wie seine Eltern mit Savithri und dem Team des Kinderheims Ranjit an seinen letzten Tagen begleitet haben.

Es wurde uns noch einmal bewusst, dass unsere Aufgabe nicht nur in der Unterstützung der Kinder, sondern auch in der Begleitung der Eltern liegt!

Wir vermissen ihn so sehr!

 

 

Mit unseren anderen Kindern haben wir dennoch ein schönes und erfolgreiches Jahr gehabt.

Zu Raj, Ayush, Kaila, Kelli und Chabi sind nun Tadin und Keshab neu hinzugekommen.

 

 

Dank der intensiven und liebevollen Arbeit von Savithri, den Hausmüttern und der Physiotherapeutin Sujata mit den Jungen haben sich alle Kinder in ihren Möglichkeiten und Fähigkeiten enorm entwickelt, und es ist ergreifend, sie in ihrer Welt zu erleben!

 

Herausforderung wird in Zukunft sein, auch für die heranwachsenden "Großen" in der Gruppe passende und fördernde Beschäftigung zu bieten.

  



 
 

Sabina und Suhan

Unsere Hausmutter Sabina ist 24 Jahre alt.

Sabina hat mit 13 geheiratet, es war eine "Liebesheirat" und sie hat unter Stand geheiratet. Ihr Mann kommt aus einer niedrigeren Kaste als sie. Aufgrund dieser Unterschiede hatte Sabina von Anfang Schwierigkeiten mit ihrer Schwiegermutter.

Ihr Mann arbeitet seit einigen Jahren in Indien und Sabina lebte alleine mit ihrem Sohn Suhan und der Schwiegermutter im Osten des Kathmandutales.

Da sie kaum Geld von ihrem Mann erhielt, suchte sie eine Arbeit in Kathmandu und kam durch eine Freundin zu unserem Kinderheim.

Sabina ist sehr einfühlsam und hat eine natürliche Weise mit den Jungen umzugehen. Auf eine ruhige und doch bestimmte Art ist sie eine vertrauensvolle Hausmutter, die von den Kindern sehr geliebt wird.

Ihr Sohn Suhan hat mit seinen 10 Jahren schon eine bewegte Vergangenheit. Er wurde mit einer starken Fehlstellung der Füße geboren und konnte zunächst nicht laufen. Durch die finanzielle Unterstützug einer wohlhabenden Freundin von Sabina konnte Suhan mit zwei Jahren operiert werden, so dass er inzwischen mit speziell angefertigten Schuhen ohne Probleme und Beeinträchtigungen laufen kann.

Er ist ein sehr aufgeweckter Junge, der jedoch in der kleinen Dorfschule in Sundarijal nicht die Aufmerksamkeit und Impulse bekam, die er brauchte.

Vor einem Jahr, Sabina arbeitete schon bei uns, kam er nach der Schule nicht mehr nachhause. Eine Woche nach dem Verschwinden meldete sich die Polizei bei Sabina, sie hatten Suhan weit entfernt bei seinen Großeltern mütterlicherseits in der Region Sindupalchowk im Nordosten von Nepal aufgegriffen.

 

Gemeinsam mit Savithri und der Freundin von Sabina, die schon die OP für Suhan finanziert hatte,wurde überlegt, eine gute Schule für Suhan in der Nähe des Kinderheims zu finden, außerhalb der schwierigen familiären Situation.

Die Freundin erklärte sich dazu bereit, die Hälfte des Schulgeldes zu zahlen. Derzeit sind die Kosten 50 Euro pro Monat für die Schulausbildung und das Leben in dem kleinen Internatsgebäude der Schule.

Savithri fragte uns, ob es möglich sei, die andere Hälfte des Schulgeldes zu finanzieren. Selbstverständlich wollten wir den Jungen unterstützen und ihm eine neue Chance geben!

Für das erste Schuljahr hatte uns spontan eine Spenderin das Geld zur Verfügung gestellt.

 

Suhan ist glücklich in seiner neuen Schule. Wir besuchten ihn im Herbst und er spielte fröhlich mit seinen neuen Freunden auf dem Schulhof.

Wir sind sicher, dass wir auch für die nächsten Schuljahre das Geld für Suhans Schulbildung aufbringen können!

  




 
 

Mehr Platz für unsere Arbeit

 

Nachdem sich im Frühjahr unsere Planung nicht realisieren ließ, ein altes Schulgebäude anzumieten, haben wir beschlossen, zunächst den vorhandenen Standort zu stärken und im Garten des angemieteten Hauses einen kleinen Erweiterungsbau zu erstellen.

 

Dort entsteht neben Büro und Physiotherapieraum auch ein barrierefreier, rollstuhlgerechter Sanitärraum, und vielleicht können im nächsten Jahr auch die ersten Mädchen ihr Zimmer beziehen.

 

So hoffen wir, mit etwas mehr Ruhe in den nächsten Jahren einen neuen Standort suchen zu können.

  


 
 

Volontäre

Auch dieses Jahr wurden wir vor Ort wieder von zahlreichen Freiwilligen unterstützt, unter anderem einer 6-köpfigen Gruppe der Kolping Jugengemeinschaftsdienste.

Die Volontäre unterstützten das Team um Savithri, Jiten und Hausmütter bei der täglichen intensiven Betreuung der Kinder und ermöglichten besondere Erlebnisse für die Kinder wie gemeinsame Ausflüge.

Auch übernahmen sie viele Arbeiten auf der Baustelle wie das Verlegen eines Ziegelboden im Haus.

 

Wir danken für Eure gute Unterstützung!

Dhanyabaad!

  
 
 

Danke

Auch in diesem Jahr habt Ihr uns bei unseren Reisen und unserer Arbeit begelitet. 

Mit Euren Wünschen und Gedanken und Eurer Spende gebt Ihr uns weiterhin die Möglichkeit, den Menschen in Nepal helfen zu können.

Dafür danken wir Euch!

Wir wünschen Euch frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

 

Namaste

 

Dori und das Ganesh Team

 

 

  
 
 

Eure Hilfe kommt direkt an!

 

Dankt Euch für Eure Spende! 

 

Ganesh Nepalhilfe e.V.

IBAN:DE04 4405 0199 0091 0295 10

BIC: DORTDE33XXX

Verwendungszweck: Kinderheim, Name, Adresse

 

Die Adresse ist wichtig, damit wir Euch die Spendenbescheingungen zustellen können.

 

Bitte leitet unsere Newsletter weiter, erzählt von unserer Arbeit oder besucht uns auf facebook.

 

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