Ein normaler Einkaufstag in Nepal

Wenn wir in Nepal sind und den Einkauf machen, so ist das kaum mit normalem Einkauf in Deutschland zu vergleichen.

Ein Morgen im Thamel: Nach einem Cappuccino und einem leckeren Croissant auf einer sonnigen Terrasse des Hotel Mandap geht es los mit dem Einkauf. Zuerst gehen wir zu Sitaram, unserem Gewürzhändler. Da er jeden Mittag eine lange Essenspause einlegt, sind wir bei ihm gerne schon früh am Morgen. Bei diesem Treffen wird erstmal nur schnell die Bestellung aufgegeben. Es ist unwichtig, dass wir gerade unser Frühstück zu uns genommen haben, jetzt gibt es noch den schwarzen Tee mit viel Zitrone und noch mehr Zucker. Die Bestellung dauert genauso lang wie das trinken des tees, dann sind wir auch schon weg. Jetzt geht es zum Jackenmann. Leider ist immer noch Stronausfall. Wir werden auf mittags vertröstet. Aber nur 200 meter weiter ist unser Klangschalenhändler. Der Laden ist recht hell, da kann ruhig Stromausfall sein, ausserdem muss amn die Klangschalen ja auch erstmal hören statt sehen!

Da er aber nicht auf unseren Besuch vorbereitet ist, und noch Klangschalen in unserer Qualität aus dem Lager holen muss, vereinbaren wir den Nachmittag. Gleich neben dem Klangschalenladen befindet sich unser Hotel. Schnell noch einmal Hände waschen und los geht es zum Räucherstäbchenhändler von „Natural Garden“. Es duftet und ist so schön sauber, man bekommt ein fast ehrfürchtiges Gefühl in dem Raum! Hier können wir endlich sofort unsere Ware aussuchen. Wir bekommen einige Muster geschenkt, die wir bei uns im Hotel ausprobieren können. Mit Papiertüten voller Räucherstäbchen und Aromaölen verlassen wir den Laden, glücklich, einen Bestandteil von Ware besorgt zu haben.

Nachdem wir die Ware ins Hotel gebracht haben, geht es wieder zum Jackenmann: Endlich ist Strom wieder da, und bei 30 Grad probieren wir Jacken an, setzen Mützen auf, probieren die Reißverschlüsse. Nach dem Aussuchen von über 80 Jacken, 300 Mützen, Schals und Handschuhen gehen wir. Die Ware wird uns, sorgfältig verpackt, am nächsten Tag in unser Hotel gebracht.

Nach einem kleinen Snack am Mittag geht es jetzt weiter.

Noch müssen wir Druckstempel, Cd’s, Lampenschirme und die Klangschalen besorgen!

Nach einem solchen Tag haben wir dreckige Hände, sind über 10 km in den kleinen Gassen vom Thamelviertel gelaufen, haben viele Gläser Tee in den Läden getrunken und immer wieder mit den Händlern erzählt und gelacht. Oft zeigen wir Fotos von unseren Kindern, erstaunte Blicke, wie groß unsere Kinder sind und noch ein weiterer Tee wird uns gebracht!

Abends gehen wir dann meist in unser Lieblingsrestaurant, den Bamboo Club, bei dem man auf der Dachterrasse unter einem Bambusdach gemütlich in ausgesessenen Sesseln sitzen kann, den Straßenlärm nur gedämpft wahrnimmt und bei einem Bier und Dhaal Bhaat den Tag Revue passieren kann. Danach noch ein kleiner Abstecher zu Verena in Sam’s Bar, die wir auch schon seit 18 Jahren kennen.

Und dann ist einer von vielen Einkaufstagen zu Ende und wir freuen uns auf den nächsten Tag!

Wir lieben diese Arbeitstage, auch wenn wir verstaubt, dreckig und auch reizüberflutet am Abend darüber nachdenken, was wir geschafft haben, oder ob wir überhaupt was geschafft haben.

Das Schöne sind einfach die kleinen Begegnungen, die Gespräche und immer wieder das Lachen über unser Anderssein und Andersdenken.

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